MINIMAA: Minimalist Launcher

- 30.00 Rezensionen
- 4,5
- Downloads
- 10.000+

Analyse von Appgk
Wer sein Smartphone eigentlich nur für ein paar wichtige Aufgaben einschaltet und dann doch in einer endlosen Reihe von Apps hängen bleibt, kennt das Problem: Nicht jede Ablenkung beginnt mit einer bewussten Entscheidung. Oft reicht schon ein voller Startbildschirm mit auffälligen Symbolen und Benachrichtigungen. Genau hier setzt MINIMAA: Minimalist Launcher an. Ich habe ihn als Personalisierungs-App ausprobiert und dabei weniger auf spektakuläre Extras als auf die tägliche Wirkung geachtet: Fühlt sich das Telefon ruhiger an, und hilft die reduzierte Oberfläche tatsächlich dabei, bewusster zu handeln?
Mein erster Eindruck ist klar: Bract Studio verfolgt mit MINIMAA einen sehr fokussierten Ansatz. Die App ersetzt die gewöhnliche Startumgebung nicht durch ein überladenes Kontrollzentrum, sondern möchte die Zahl der sichtbaren Reize verringern. Das klingt schlicht, ist im Alltag aber durchaus spürbar. Ein minimalistischer Launcher kann den Griff zum Smartphone nicht verhindern, er kann jedoch den ersten Moment nach dem Entsperren verändern. Für mich ist genau das der interessante Punkt: Die App versucht nicht, Disziplin zu simulieren, sondern schafft eine kleine Pause zwischen Absicht und Gewohnheit.
Ein ruhiger Startbildschirm statt einer weiteren Ablenkung
Nach der Einrichtung wirkt die Oberfläche bewusst zurückgenommen. Das ist kein Launcher für Menschen, die ihren Homescreen mit Widgets, Themen, Symbolpaketen und vielen Verknüpfungen gestalten möchten. MINIMAA richtet sich eher an Nutzer, die beim Einschalten sofort wissen wollen, was wirklich nötig ist. Der Vorteil liegt nicht darin, dass das Telefon plötzlich weniger kann. Die Funktionen bleiben vorhanden; sie stehen nur nicht mehr alle gleich auffällig im Mittelpunkt.
Im Vergleich zum üblichen Android-Startbildschirm verändert sich dadurch vor allem die Entscheidungssituation. Bei einer klassischen Oberfläche liegen häufig viele Apps griffbereit, und selbst harmlose Symbole können dazu führen, dass man spontan etwas öffnet. Ein minimalistischer Launcher macht den Weg zu einer App bewusster. Das ist besonders hilfreich, wenn ich das Smartphone für eine einzelne Aufgabe nehme, etwa um eine Nachricht zu beantworten oder einen Termin nachzusehen, und danach nicht automatisch in soziale Netzwerke wechseln möchte.
Gleichzeitig sollte man die Wirkung nicht überschätzen. MINIMAA ist kein vollständiger Ersatz für persönliche Regeln. Wer sich regelmäßig vornimmt, nur kurz eine App zu öffnen, kann auch mit einer reduzierten Oberfläche weiter Zeit verlieren. Der Launcher nimmt Komfort und Sichtbarkeit aus dem ersten Schritt, aber er nimmt mir nicht die Entscheidung ab. Seine Stärke liegt in der Reibung, nicht in einer Zwangssperre.
Für wen die reduzierte Darstellung besonders sinnvoll ist
Ich sehe den größten Nutzen bei Menschen, die ihr Smartphone funktional verwenden möchten, aber von der Standardoberfläche schnell in Nebenhandlungen gezogen werden. Auch für ein Zweitgerät, ein Familienhandy oder ein Telefon, das hauptsächlich für Anrufe, Nachrichten und Navigation dient, passt der Ansatz gut. Wer dagegen viele Apps parallel organisiert, häufig zwischen ihnen wechselt oder den Startbildschirm als persönliches Dashboard nutzt, könnte die Beschränkung eher als Umweg empfinden.
Ein realistischer Alltagstest sieht so aus: Ich entsperre das Smartphone morgens, um die Uhrzeit und eine Nachricht zu prüfen. Auf einer gewöhnlichen Oberfläche springen mir dabei zahlreiche Symbole und visuelle Hinweise entgegen. Bei MINIMAA wirkt der Start weniger wie ein Schaufenster. Ich erledige die ursprüngliche Aufgabe und lege das Gerät eher wieder weg. Das ist keine dramatische Veränderung, aber gerade solche kleinen Unterbrechungen können sich über einen Tag hinweg summieren.
Weitere Nachrichten zum Lesen
Alle Nachrichten anzeigenFür Kinder ist die App wegen der Einstufung USK ab null Jahren grundsätzlich in einem unkritischen Altersbereich eingeordnet. Das bedeutet für mich allerdings nicht automatisch, dass sie als umfassende Familienlösung gedacht werden sollte. Ein ruhiger Startbildschirm kann die Bedienung vereinfachen, ersetzt aber keine gemeinsamen Regeln für Bildschirmzeit, Käufe oder Benachrichtigungen. Eltern sollten die Einrichtung gemeinsam prüfen und das Gerät anschließend selbst testen.
Was ich bei der Einrichtung beachten würde
Der wichtigste Schritt ist nicht die Installation, sondern die Auswahl dessen, was im Alltag wirklich sichtbar bleiben soll. Ich würde zunächst nur die Apps berücksichtigen, die ich täglich brauche. Dazu können Telefon, Nachrichten, Kalender, Karten oder eine Notiz-App gehören. Alles andere muss nicht verschwinden, sollte aber nicht automatisch die erste Ebene bestimmen. So lässt sich besser beobachten, ob die reduzierte Oberfläche tatsächlich hilft oder nur ungewohnt aussieht.
Die besten Aspekte von MINIMAA: Minimalist Launcher
Das solltest du über MINIMAA: Minimalist Launcher wissen
Ein nützlicher Test ist eine Woche mit möglichst wenigen sichtbaren Zielen. In dieser Zeit würde ich nicht ständig nachjustieren, sobald eine App fehlt. Sonst baut man sich den alten Startbildschirm schrittweise wieder nach. Erst nach einigen Tagen zeigt sich, welche Zugriffe wirklich notwendig sind und welche nur aus Gewohnheit vermisst werden. Diese Vorgehensweise ist einer der praktischen Vorteile eines minimalistischen Launchers: Er macht den eigenen App-Bedarf sichtbar.
Wer häufig beruflich erreichbar sein muss, sollte vor der dauerhaften Nutzung überlegen, welche Kontakte und Anwendungen schnell erreichbar bleiben müssen. Ein zu strenger Aufbau kann sonst dazu führen, dass man wichtige Dinge umständlicher erledigt und schließlich wieder zum Standard-Launcher zurückkehrt. Für mich ist die beste Einrichtung nicht die radikalste, sondern diejenige, die Ablenkung reduziert, ohne notwendige Aufgaben zu verstecken.
Vertrauen beginnt bei sichtbaren Entscheidungen
Bei einer App, die so tief in den täglichen Start des Telefons eingreift, ist Vertrauen besonders wichtig. Ich achte deshalb nicht nur auf das Aussehen, sondern auch darauf, welche Entscheidungen mir bei der Nutzung klar begegnen. Ein Launcher sollte sich nicht wie eine undurchsichtige Schicht anfühlen, die zwischen mir und meinem Gerät steht. Die Bedienung muss nachvollziehbar bleiben: Was sehe ich, was öffne ich, und welche Rolle spielt die App gerade?
MINIMAA ist mit einem Preis von 0,99 € gelistet. Zusätzlich werden In-App-Käufe von 0,49 € bis 9,99 € über Google Play ausgewiesen. Diese Kombination verdient Aufmerksamkeit, bevor man sich festlegt. Ich würde den Kauf nicht allein deshalb ablehnen, denn ein Launcher kann den täglichen Umgang mit dem Gerät stärker beeinflussen als viele kurzlebige Apps. Trotzdem möchte ich vor der Nutzung genau prüfen, welche Bestandteile bereits enthalten sind und wofür weitere Käufe vorgesehen sind. Gerade bei einer bewusst einfachen App sollte die Kostenstruktur leicht verständlich sein.
Die App stammt von Bract Studio und steht aktuell in Version 1.2.11 bereit. Die technische Voraussetzung ist Android ab Version 7.0, wodurch auch ältere kompatible Geräte grundsätzlich in Betracht kommen. Für mich ist das praktisch, wenn ein älteres Smartphone bewusst als weniger verlockendes Alltagsgerät eingesetzt werden soll. Gleichzeitig bleibt es sinnvoll, die konkrete Gerätekompatibilität und das Verhalten des eigenen Systems nach der Installation zu beobachten, weil Launcher je nach Herstelleroberfläche unterschiedlich wirken können.
Die öffentliche Resonanz fällt mit einem Durchschnitt von 4,5 bei rund eintausend Bewertungen positiv aus. Außerdem kommt die App auf mehr als zehntausend Installationen. Diese Zahlen geben einen brauchbaren ersten Eindruck vom Interesse, ersetzen aber nicht den eigenen Test. Bei einer Personalisierungs-App hängt die Zufriedenheit stark davon ab, ob man die zurückhaltende Philosophie mag. Eine hohe Bewertung sagt hier weniger über universelle Eignung aus als über die Passung zu einem bestimmten Nutzertyp.
Screenshots












Datensensible Momente im täglichen Gebrauch
Ein Launcher sitzt an einer besonders sichtbaren Stelle: Er wird beim Entsperren und beim Wechsel zwischen Aufgaben präsent. Deshalb würde ich bei der Einrichtung genau darauf achten, welche Informationen auf dem Startbildschirm auftauchen. Benachrichtigungen können private Inhalte enthalten, und ein minimalistisches Design ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer bestimmten Datenschutzgarantie. Ich bewerte die App daher lieber nach den tatsächlich sichtbaren Auswahlmöglichkeiten als nach großen Versprechen.
Praktisch heißt das: Ich würde prüfen, ob sensible Vorschauen vermieden werden können, ob nur notwendige Hinweise sichtbar bleiben und ob die Standard-Benachrichtigungseinstellungen des Telefons weiterhin verständlich erreichbar sind. Falls eine Nachricht auf dem Startbildschirm erscheint, sollte ich bewusst entscheiden können, ob das für mich in Ordnung ist. Diese Prüfung ist besonders wichtig, wenn das Smartphone auch von anderen Personen gesehen wird, etwa am Arbeitsplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Hause auf dem Tisch.
Auch der Weg zu Apps mit persönlichen Daten sollte in die Überlegung einfließen. Banking, Gesundheitsinformationen oder private Kommunikation gehören für viele Menschen nicht auf eine prominent sichtbare erste Ebene. Ich würde solche Anwendungen nicht aus Bequemlichkeit nach vorne legen, sondern nur dann, wenn der schnelle Zugriff wirklich gebraucht wird. Ein reduzierter Launcher kann dabei helfen, weil er die Zahl der sichtbaren Einstiegspunkte begrenzt, aber die Verantwortung für die Auswahl bleibt bei mir.
Bei Berechtigungen und Datenpraktiken ist Zurückhaltung die bessere Haltung: Ich würde jede angezeigte Systemabfrage lesen und nur das freigeben, was für die gewünschte Funktion plausibel erforderlich ist. Die App sollte nicht allein wegen ihrer minimalistischen Optik einen Vertrauensvorschuss erhalten. Wer sensible Daten besonders ernst nimmt, sollte die Angaben im Installations- und Einstellungsbereich selbst durchgehen und nach Updates erneut prüfen. Das ist kein Misstrauen gegen Bract Studio, sondern eine vernünftige Routine für jede App, die den Zugang zum Gerät beeinflusst.
Mehr Kontrolle oder nur ein anderer Look?
Der Unterschied zwischen MINIMAA und einer gewöhnlichen Design-App ist für mich, dass die Oberfläche nicht nur schöner oder anders aussehen soll. Der eigentliche Wert entsteht, wenn die Gestaltung mein Verhalten verändert. Ein neues Hintergrundbild kann motivieren, aber es verändert kaum die Anzahl der Entscheidungen beim Entsperren. Ein minimalistischer Launcher setzt früher an: Er bestimmt, welche Dinge ich zuerst sehe und wie viel Aufmerksamkeit sie beanspruchen.
Das gibt mir mehr Kontrolle, solange ich die Einrichtung bewusst vornehme. Ich kann den Startbildschirm als Filter betrachten und nicht als vollständige Übersicht über alles, was das Telefon kann. Das ist ein nützliches Modell für Menschen, die sich von langen App-Listen unter Druck gesetzt fühlen. Statt ständig zu überlegen, was ich nicht verwenden sollte, sehe ich nur das, was für den aktuellen Alltag wichtig ist.
Der Trade-off ist eindeutig: Weniger Sichtbarkeit bedeutet manchmal auch weniger Geschwindigkeit. Wenn ich eine selten genutzte App spontan brauche, kann der Weg dorthin länger sein als beim Standard-Launcher. Für mich ist das kein Fehler, sondern der Preis des Konzepts. Wer genau diese kleine Hürde vermeiden möchte, sollte eher bei einer flexiblen Standardoberfläche bleiben oder eine Lösung wählen, die zwischen produktiven und privaten Bereichen umschaltet.
Ein weiterer Punkt ist die Gewöhnung. In den ersten Tagen kann sich eine reduzierte Oberfläche fast leer oder unpraktisch anfühlen. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen, dass die App schlecht funktioniert. Es kann bedeuten, dass ich bisher stark auf visuelle Hinweise und automatische Routinen vertraut habe. Ich würde deshalb nicht nach wenigen Minuten urteilen. Entscheidend ist, ob die Bedienung nach einer kurzen Eingewöhnung ruhiger wird oder dauerhaft zusätzliche Sucharbeit verursacht.
Wie MINIMAA gegen übliche Alternativen abschneidet
Der Standard-Launcher des Smartphones bleibt die bessere Wahl, wenn ich maximale Geschwindigkeit, viele Widgets und eine vertraute App-Anordnung möchte. Er ist meist eng mit dem Gerät verbunden und verlangt keine Umstellung. Für Power-Nutzer, die ihren Homescreen als Arbeitsfläche verwenden, bietet MINIMAA wahrscheinlich zu wenig sichtbare Informationen.
Andere minimalistische Launcher gehen teilweise stärker in Richtung App-Blockierung, Zeitlimits oder detaillierter Auswertung. Das kann geeigneter sein, wenn ich mein Nutzungsverhalten messen oder bestimmte Anwendungen aktiv begrenzen möchte. MINIMAA überzeugt eher dort, wo ich zunächst die Umgebung verändern und nicht sofort ein umfangreiches Regelwerk verwalten möchte. Der Ansatz ist dadurch leichter verständlich, aber auch weniger umfassend.
Gegenüber einem einfachen monochromen Theme hat die App den Vorteil, dass ihr Zweck nicht nur in einer anderen Farbgebung liegt. Ein Theme kann die Oberfläche optisch beruhigen, lässt jedoch die gewohnte Anordnung und die gleiche Zahl an Versuchungen bestehen. Wer vor allem weniger visuelles Rauschen möchte, findet bei MINIMAA den konsequenteren Ansatz. Wer nur ein anderes Erscheinungsbild sucht, braucht möglicherweise keinen Launcher-Wechsel.
Auch ein separates Digital-Wellbeing-Werkzeug erfüllt eine andere Aufgabe. Solche Systemfunktionen können Bildschirmzeit anzeigen und App-Nutzung dokumentieren. MINIMAA setzt früher an, nämlich beim ersten Kontakt mit dem Gerät. Ich würde beides nicht als direkte Konkurrenten betrachten: Die Systemwerkzeuge helfen beim Rückblick, während der Launcher die Ausgangssituation verändert. Wer bereits mit Zeitlimits arbeitet und damit zufrieden ist, erhält durch MINIMAA vor allem eine zusätzliche Gestaltungsebene.
Konkrete Arbeitsweisen, die sich bewährt haben
Eine sinnvolle Methode ist die Trennung zwischen sichtbarem Bedarf und gelegentlichem Zugriff. Auf die erste Ebene kommen nur Anwendungen, die ich ohne Nachdenken finden muss. Selten genutzte Werkzeuge bleiben erreichbar, sollen aber nicht bei jedem Entsperren Aufmerksamkeit verlangen. Dadurch wird der Startbildschirm zu einer Art persönlicher Prioritätenliste und nicht zu einem Archiv aller installierten Apps.
Für konzentrierte Arbeitsphasen würde ich das Smartphone vorab so vorbereiten, dass nur Kommunikations- und Arbeitswerkzeuge sichtbar sind. Danach kann ich es leichter weglegen, weil nicht ständig Unterhaltungssymbole ins Blickfeld rücken. Wichtig ist, diese Anordnung nicht als endgültige Lebensentscheidung zu behandeln. Für einen Reisetag, einen Arbeitstag oder ein Wochenende können unterschiedliche Prioritäten sinnvoll sein. Die Kontrolle entsteht gerade dadurch, dass ich die sichtbare Umgebung an meinen Zweck anpasse.
Ein weniger offensichtlicher Einsatz ist ein bewusst entschärftes Abendgerät. Wenn ich das Telefon nachts noch für Wecker, Notruf, Musik oder eine kurze Nachricht brauche, möchte ich nicht automatisch mit einer vollen App-Auswahl konfrontiert werden. Ein schlichter Start kann den Übergang zum Schlaf erleichtern. Das ersetzt keine Schlafroutine und blockiert keine Inhalte, aber es reduziert den Impuls, aus einem kurzen Check eine längere Sitzung zu machen.
Für Menschen, die mehrere Rollen auf einem Gerät verbinden, ist eine klare Entscheidung nötig. Berufliche Erreichbarkeit, private Kommunikation und Unterhaltung haben unterschiedliche Anforderungen. MINIMAA kann die sichtbare Oberfläche beruhigen, aber es sortiert nicht automatisch die sozialen Folgen jeder Benachrichtigung. Ich würde daher zusätzlich die Benachrichtigungseinstellungen des Systems prüfen und nur das auf dem Start anzeigen lassen, was wirklich sofortige Aufmerksamkeit verdient.
Wo die App an ihre Grenzen kommt
Die größte Einschränkung ist zugleich ihr Kern: Wer viele Informationen auf einen Blick möchte, wird die Reduktion wahrscheinlich als Verlust empfinden. Kalendertermine, Wetter, Aufgaben, Nachrichten und Schnellzugriffe lassen sich auf einer klassischen Oberfläche oft dichter zusammenbringen. MINIMAA ist nicht die richtige Wahl, wenn mein Smartphone vor allem ein individuell gestaltetes Informationsbrett sein soll.
Auch für Nutzer, die eine harte technische Barriere gegen Ablenkung suchen, reicht der Ansatz möglicherweise nicht aus. Die App kann meine Umgebung vereinfachen, aber sie macht aus meinem Telefon kein eingeschränktes Gerät. Wenn ich mich regelmäßig über Umwege in lange Nutzungsschleifen begebe, brauche ich eventuell zusätzlich systemweite Limits, Fokusmodi oder klare zeitliche Regeln. Der Launcher ist dann eine gute erste Schicht, aber keine alleinige Lösung.
Die kostenpflichtige Struktur kann ebenfalls eine kleine Hürde sein. Ich würde vor dem Kauf prüfen, ob die gewünschte Nutzung bereits im Grundumfang enthalten ist und ob zusätzliche Funktionen für mich überhaupt relevant sind. Wer kostenlose Alternativen gewohnt ist, sollte den Preis gegen die tägliche Nutzung abwägen. Bei einem Werkzeug, das ich bei jedem Entsperren sehe, kann ein kleiner Betrag vernünftig sein; bei einem selten genutzten Zweitgerät wirkt er weniger überzeugend.
Schließlich sollte man die Umstellung nicht unterschätzen. Ein Launcher beeinflusst die grundlegende Navigation, und manche Herstelleroberflächen reagieren empfindlicher auf solche Änderungen als andere. Wenn Gesten, Standardverknüpfungen oder gewohnte Abläufe plötzlich anders wirken, kann das den gewünschten Ruheeffekt zunichtemachen. Ich würde MINIMAA deshalb zunächst auf einem Gerät testen, bei dem ein Wechsel zurück zum bisherigen Launcher problemlos möglich ist.
Mein vorsichtiges Urteil nach dem Test
MINIMAA: Minimalist Launcher ist für mich keine spektakuläre App, und genau darin liegt sein Reiz. Bract Studio konzentriert sich auf eine konkrete Alltagssituation: den Moment, in dem ich mein Smartphone entsperre und entscheiden muss, ob ich eine Aufgabe erledige oder mich ablenken lasse. Die reduzierte Oberfläche kann diese Entscheidung bewusster machen, ohne das Gerät grundsätzlich zu entwerten.
Ich würde die App Menschen empfehlen, die sich von einem vollen Startbildschirm angesprochen fühlen und zunächst eine sanfte Veränderung ausprobieren möchten. Besonders überzeugend ist sie als bewusst eingerichtete Oberfläche für Arbeit, Abendstunden oder ein Gerät mit wenigen klaren Aufgaben. Der Preis von 0,99 € ist dabei überschaubar, sollte aber zusammen mit den möglichen In-App-Käufen transparent geprüft werden.
Wer umfangreiche Widgets, sofortige Zugriffe, harte Sperren oder detaillierte Nutzungsanalysen erwartet, sollte eher beim Standard-Launcher bleiben oder eine spezialisierte Digital-Wellbeing-Lösung wählen. MINIMAA ist am besten, wenn ich weniger sehen möchte, nicht wenn ich mehr verwalten muss. Für mich ist das ein glaubwürdiger, aber bewusst begrenzter Ansatz: kein Versprechen, die eigene Bildschirmzeit automatisch zu lösen, sondern ein Werkzeug, das mir beim ersten Schritt etwas mehr Ruhe und Entscheidungsspielraum gibt.
Häufig gestellte Fragen zu MINIMAA: Minimalist Launcher
Was ist MINIMAA: Minimalist Launcher und für wen eignet sich die App?
MINIMAA: Minimalist Launcher ersetzt die klassische Android-Startseite durch eine bewusst reduzierte Oberfläche. Statt vieler Symbole, Widgets und visueller Ablenkungen stehen eine übersichtliche App-Liste, schnelle Suche und ein ruhiger Startbildschirm im Mittelpunkt. Die Anwendung eignet sich besonders für Nutzer, die ihr Smartphone ordentlicher gestalten, die tägliche Bildschirmzeit bewusster wahrnehmen oder unnötige Benachrichtigungs- und App-Ablenkungen verringern möchten.
Welche Funktionen bietet MINIMAA zur Reduzierung von Ablenkungen?
Die App konzentriert sich auf eine minimalistische Darstellung der installierten Anwendungen und erleichtert dadurch den Zugriff auf wirklich benötigte Apps. Je nach Gerätekonfiguration können Nutzer die Startansicht vereinfachen, Apps schneller suchen und den sichtbaren Inhalt auf das Wesentliche beschränken. MINIMAA ist jedoch kein vollständiger Digital-Wellbeing-Ersatz: Für detaillierte Zeitlimits, App-Sperren oder umfassende Nutzungsstatistiken können weiterhin die Android-Systemfunktionen oder zusätzliche Apps erforderlich sein.
Funktioniert MINIMAA auf jedem Android-Smartphone problemlos?
MINIMAA ist als Launcher für Android-Geräte gedacht, dennoch kann das Verhalten je nach Hersteller, Android-Version und installierter Benutzeroberfläche unterschiedlich ausfallen. Auf manchen Smartphones müssen Sie die App zunächst als Standard-Launcher festlegen oder bestimmte Berechtigungen aktivieren. Auch Gestensteuerung, Benachrichtigungen, Akkuverwaltung und Systemverknüpfungen können von Samsung, Xiaomi, Google oder anderen Herstellern unterschiedlich behandelt werden. Vor der Installation sollten Sie daher die Kompatibilität im Play Store prüfen.
Benötigt MINIMAA besondere Berechtigungen oder sammelt die App persönliche Daten?
Für die grundlegende Funktion als Startbildschirm benötigt ein Launcher normalerweise Zugriff auf die Liste der installierten Apps und auf bestimmte Systemeinstellungen. Welche zusätzlichen Berechtigungen MINIMAA konkret anfordert, kann von der Version und den aktivierten Funktionen abhängen. Prüfen Sie deshalb vor der Nutzung die Angaben im Google Play Store sowie die Berechtigungsübersicht auf Ihrem Gerät. Wer besonderen Wert auf Datenschutz legt, sollte außerdem die Datenschutzerklärung lesen und nur notwendige Zugriffe erlauben.
Kann ich jederzeit wieder zu meinem ursprünglichen Launcher zurückkehren?
Ja, normalerweise können Sie jederzeit zu Ihrem vorherigen Launcher zurückwechseln. Öffnen Sie dafür die Android-Einstellungen und suchen Sie unter „Apps“, „Standard-Apps“ oder „Standard-Startseite“ nach der Launcher-Auswahl. Wählen Sie anschließend den bisherigen Startbildschirm aus. Das Deinstallieren von MINIMAA ist ebenfalls möglich, sofern es nicht als unverzichtbare Systemanwendung eingerichtet wurde. Ihre installierten Apps und persönlichen Dateien werden durch den Wechsel des Launchers in der Regel nicht gelöscht.















